BSG
Die Blutsenkungs-Geschwindigkeit (BSG) ist ein historischer, unspezifischer Inflammations-Marker.
Einheit: mm/h
Was ist das?
Die Blutsenkung misst, wie schnell die roten Blutkörperchen im Röhrchen absinken. Sie ist ein historischer, unspezifischer Entzündungs-Marker, der langsamer reagiert als CRP. Sie bleibt in zwei Situationen wertvoll: als Such-Anker für bestimmte rheumatische Erkrankungen bei älteren Menschen (Polymyalgia rheumatica, Riesenzell-Arteriitis) und als Hinweis auf Eiweiß-Anomalien im Blut, wenn die Blutsenkung erhöht ist, obwohl CRP normal ist. Bei jüngeren, gesunden Menschen ist sie meist normal; ein erhöhter Wert gehört immer im Kontext gedeutet.
Die Absink-Geschwindigkeit hängt von der Zusammensetzung der Bluteiweiße ab: Bei Entzündung steigen bestimmte Eiweiße (Fibrinogen, Immunglobuline), die die roten Blutkörperchen verklumpen lassen, sodass sie schneller sinken. Eine Blutarmut kann den Wert fälschlich erhöhen, weshalb er immer mit anderen Werten zusammen gedeutet wird.
Was bedeutet der Wert?
Erhöhte Werte können auf niedriggradige Entzündung (wenn gemeinsam mit hsCRP, IL-6, Fibrinogen erhöht), auf eine Eiweiß-Anomalie (wenn BSG hoch, CRP aber normal) oder, bei über 50-Jährigen mit passenden Symptomen, auf eine rheumatische Gefäßentzündung hindeuten.
Was beeinflusst den Wert?
- Zusammensetzung der Bluteiweiße (Fibrinogen, Immunglobuline)
- Blutarmut (verfälscht den Wert nach oben)
- Akute oder chronische Entzündung
- Schwangerschaft (natürlich erhöht)
- Bestimmte Bluterkrankungen (monoklonale Gammopathien)
- Alter (steigt über das Leben)
Bereiche je Gruppe
- Männer: Laborbereich: bis 15 mm/h
- Frauen vor der Menopause: Laborbereich: bis 20 mm/h
- Frauen nach der Menopause: Laborbereich: bis 20 mm/h
Was ist das?
Die Blutsenkungs-Geschwindigkeit misst die Sedimentations-Rate der Erythrozyten im EDTA-Vollblut. Sie ist ein historischer, unspezifischer Inflammations-Marker. Sie reagiert langsamer als CRP, bleibt aber wertvoll in zwei Konstellationen: als Screening-Anker für Polymyalgia rheumatica und Riesenzell-Arteriitis bei älteren Klienten, und als Hinweis auf Plasma-Eiweiß-Anomalien (Plasmozytom, IgG4-Erkrankung), wenn BSG isoliert erhöht ist trotz normaler CRP. Bei jüngeren Performance-Klienten meist normal; wenn erhöht, immer im Kontext interpretieren.
Was beeinflusst den Wert?
- Plasma-Eiweiß-Zusammensetzung (Fibrinogen, Immunglobuline)
- Hämatokrit (Anämie verfälscht artifiziell nach oben)
- Akute oder chronische Inflammation
- Schwangerschaft (physiologisch erhöht)
- Plasmozytom oder andere monoklonale Gammopathien
- Alter (Anstieg über das Leben hinweg)
Bereiche je Gruppe
- Männer: Laborbereich: bis 15 mm/h
- Frauen vor der Menopause: Laborbereich: bis 20 mm/h
- Frauen nach der Menopause: Laborbereich: bis 20 mm/h
