FSH
FSH (Follikelstimulierendes Hormon) ist neben LH das zweite hypophysäre Gonadotropin.
Einheit: IU/l
Was ist das?
FSH ist ein Steuerhormon aus der Hirnanhangdrüse. Bei Männern regt es die Spermienbildung an; bei Frauen steuert es die Reifung der Eibläschen (Follikel) und ist gemeinsam mit AMH der zentrale Marker für die Eizellreserve. Diagnostisch hilft FSH zu unterscheiden, ob eine Störung im Organ selbst liegt (Hoden/Eierstock) oder in der Steuerung durch Hirnanhangdrüse/Hypothalamus. Bei Frauen mit Kinderwunsch oder Wechseljahres-Symptomen ist FSH ein Pflicht-Marker.
FSH wird in der Hirnanhangdrüse gebildet, gesteuert vom Hypothalamus (über GnRH-Pulse). Bei Frauen regt es die Follikelreifung im Eierstock an; ein Rückkopplungs-Signal (Inhibin B) aus dem Eierstock drosselt FSH wieder. Lässt diese Bremse mit dem Alter nach, steigt FSH. Deshalb ist ein hoher FSH-Wert ein Frühzeichen der nachlassenden Eizellreserve. Bei Männern regt FSH die Spermien-bildenden Zellen der Hoden an.
Was bedeutet der Wert?
Diagnostisch besonders wertvoll für Perimenopause-Erkennung bei Frauen und Hypogonadismus-Differential bei Männern.
Was beeinflusst den Wert?
- Steuerung durch Hypothalamus/Hirnanhangdrüse (GnRH-Pulse)
- Rückkopplung aus Hoden/Eierstock (Inhibin B bremst FSH)
- Alter (bei Frauen linearer Anstieg ab 35, steiler ab 45)
- Zyklusphase bei Frauen (Tag 2–5 Basis, Zyklusmitte höher)
- Hormonelle Verhütung (unterdrückt FSH)
- Akute Erkrankung, Stress (vorübergehende Unterdrückung möglich)
Bereiche je Gruppe
- Männer: Laborbereich: 0,95 bis 11,95 IU/l
- Frauen nach der Menopause: Laborbereich: ab 15 IU/l
Was ist das?
FSH ist das hypophysäre Steuer-Hormon der Gonaden. Bei Männern stimuliert es die Spermatogenese in den Sertoli-Zellen; bei Frauen reguliert es die Follikel-Reifung im Ovar und ist gemeinsam mit AMH der zentrale Marker der Ovarialreserve. Klinisch ist FSH entscheidend für die Differenzierung zwischen primärer (gonadaler) und sekundärer (hypothalamisch-hypophysärer) Achsen-Störung und bei Frauen mit Kinderwunsch oder peri-menopausalen Symptomen ein Pflicht-Marker im Hormon-Voll-Panel.
Was beeinflusst den Wert?
- Hypothalamus-Hypophysen-Achse (GnRH-Pulse)
- Inhibin B aus Hoden/Ovar (negative Rückkopplung auf FSH)
- Alter (Frauen: linearer Anstieg ab 35, steiler ab 45)
- Zyklus-Phase bei Frauen (Tag 2-5 Basis, Mittzyklus-Peak)
- Hormonelle Kontrazeption (supprimiert FSH)
- Akute Erkrankung, Stress (transiente Suppression möglich)
Bereiche je Gruppe
- Männer: Laborbereich: 0,95 bis 11,95 IU/l
- Frauen nach der Menopause: Laborbereich: ab 15 IU/l
