Kalium
Kalium ist der wichtigste intrazelluläre Elektrolyt.
Einheit: mmol/l
Was ist das?
Kalium ist ein Mineralstoff (Elektrolyt), der vor allem für den Herzrhythmus und die Muskelfunktion wichtig ist. Der Blutwert ist eng geregelt, Abweichungen sind klinisch relevant und werden abgeklärt. Wichtig zu wissen: Ein häufig zu hoch gemessener Wert kommt vom Zerfall roter Blutkörperchen in der Blutprobe (Mess-Artefakt), weil diese sehr viel Kalium enthalten.
Kalium ist das Haupt-Kation (positiv geladenes Teilchen) im Zellinneren. Es ist entscheidend für das elektrische Signal in Nerven-, Muskel- und Herzzellen. Der Spiegel wird über die Hormone Aldosteron und Insulin sowie den Nerven-Tonus eng geregelt.
Was bedeutet der Wert?
Kalium-Abweichungen können Herzrhythmusstörungen auslösen (bei ausgeprägten Abweichungen im EKG sichtbar). Zu niedrig oft durch entwässernde Medikamente, Erbrechen oder Durchfall; zu hoch durch Nierenschwäche, bestimmte Blutdruckmedikamente oder einen Mess-Artefakt (Blutzell-Zerfall).
Was beeinflusst den Wert?
- Entwässernde Medikamente, Erbrechen, Durchfall (senken)
- Nierenschwäche, bestimmte Blutdruckmedikamente (ACE-Hemmer/ARB) (heben)
- Blutzell-Zerfall in der Probe (Mess-Artefakt, hebt scheinbar)
- Magnesium-Status (Mangel begünstigt hartnäckig niedriges Kalium)
Bereiche
Pressureproof-Zielbereich: 4 bis 4,8 mmol/l · Laborbereich: 3,5 bis 5,1 mmol/l
Was ist das?
Hauptkation intrazellulär (intrazellulär um ein Vielfaches höher konzentriert als extrazellulär). Wichtig für Membranpotential, Aktionspotentiale, Muskel- und Herz-Funktion. Aldosteron fördert renale K+-Ausscheidung; Insulin treibt K+ in Zellen.
Was bedeutet der Wert?
Kalium ist Hauptkation des intrazellulären Raums; die extrazelluläre Konzentration ist eng reguliert (Aldosteron, Insulin, β-adrenerger Tonus). Schwankungen führen zu Herz-Rhythmus-Störungen (T-Wellen-Veränderungen im EKG bei ausgeprägter Hypo- oder Hyperkaliämie).
Bereiche
Pressureproof-Zielbereich: 4 bis 4,8 mmol/l · Laborbereich: 3,5 bis 5,1 mmol/l
