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Progesteron

Progesteron ist das wichtigste Zyklus-Hormon der zweiten Phase bei Frauen und in geringer Menge auch bei Männern präsent, mit Wirkung auf Schlaf-Architektur und Stress-Resilienz.

Einheit: ng/ml

Was ist das?

Progesteron ist das Hormon der zweiten Zyklushälfte (nach dem Eisprung). Es bereitet die Gebärmutter auf eine Schwangerschaft vor und wirkt über ein Abbauprodukt beruhigend auf Schlaf und Stimmung (es dockt an dieselben Rezeptoren an wie beruhigende Botenstoffe). Der Wert am Zyklustag 21 ist der Goldstandard zur Bestätigung, dass ein Eisprung stattgefunden hat. Niedrige Werte hängen mit PMS-Verstärkung, Schlafstörungen und einer Gelbkörperschwäche zusammen. In den Wechseljahren sinkt Progesteron oft vor dem Östrogen. Daraus entsteht eine relative Östrogen-Dominanz.

Progesteron wird nach dem Eisprung im Gelbkörper des Eierstocks und in der Schwangerschaft in der Plazenta gebildet. Es steuert die Umbauphase der Gebärmutterschleimhaut, hemmt einen weiteren Eisprung und wirkt über das Abbauprodukt Allopregnanolon beruhigend und schlaffördernd. Die Halbwertszeit ist sehr kurz (5–30 Min), deshalb ist eine standardisierte Messzeit wichtig.

Was bedeutet der Wert?

Die Tag-21-Messung ist der Goldstandard zur Eisprung-Bestätigung. Zentral für: Fruchtbarkeits-Diagnostik (Gelbkörperschwäche), Bewertung der Wechseljahre (Progesteron sinkt zuerst), PMS/PMDD, Schlaf- und Angst-Symptome bei Frauen sowie die Steuerung einer Hormonersatztherapie (bioidentisches Progesteron).

Was beeinflusst den Wert?

  • Zyklusphase (in der zweiten Hälfte hoch, sonst niedrig)
  • Eisprung (ohne Eisprung bleibt Progesteron niedrig)
  • Wechseljahre (Progesteron sinkt oft zuerst)
  • Stress (kann den Eisprung und damit Progesteron unterdrücken)

Bereiche je Gruppe

  • Frauen nach der Menopause: Laborbereich: bis 0,3 ng/ml

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Fachinhalte werden vom medizinischen Beirat von Pressureproof geprüft. Allgemeine Information, keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung. Auffällige Werte und Beschwerden gehören in ärztliche Abklärung.

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