Marker-Detail
Quick-Test (TPZ)
Ausführliche Einordnung zu diesem Marker folgt in Kürze.
Fachliche Ansicht Zur einfachen Ansicht →
Was ist das?
Faktoren II / VII / IX / X werden in der Leber synthetisiert und unterliegen einer Vitamin-K-abhängigen γ-Carboxylierung (Voraussetzung für Calcium-Bindung und Membran-Anlagerung im Aktivierungs-Komplex). Faktor VII hat mit ~4-6 h die kürzeste Halbwertszeit aller Faktoren, daher reagiert Quick sehr schnell auf Lebersynthese-Defizit oder Vit-K-Mangel; auch bei Marcumar-Beginn ist der erste sichtbare Effekt (Quick-Abfall) Folge der reduzierten Faktor-VII-Synthese. Mechanismus der Cumarin-Antikoagulation: Hemmung der Vitamin-K-Epoxid-Reduktase (VKOR) → reduzierte Regeneration von aktivem Vitamin K → reduzierte γ-Carboxylierung der Faktoren II/VII/IX/X und Protein C/S → reduzierte Gerinnungs-Aktivität, dosis-abhängig.
Was bedeutet der Wert?
Wichtig: Quick-Wert und INR werden simultan berichtet. INR ist die standardisierte Form für Antikoagulations-Monitoring (höher = stärkere Antikoagulation, Quick und INR sind invers). Differenzialdiagnose erniedrigter Quick (= erhöhte INR) ohne Antikoagulation: - Lebersynthese (Cholinesterase ↓, Albumin ↓, Bilirubin ↑ als Begleit-Konstellation) - Vit-K-Mangel (Antibiotika-Phase, einseitige Ernährung, Malabsorption, Cholestase mit reduzierter Gallensäure-vermittelter Fett-Resorption) - Marcumar (Phenprocoumon, Warfarin) / DOAK-Therapie - DIC (disseminierte intravasale Gerinnung, Notfall: gleichzeitig Quick ↓, Fibrinogen ↓, D-Dimer ↑↑, Thrombozyten ↓) Holbrook 2012 (ACCP) definiert die therapeutischen Ziel-Bereiche für verschiedene Antikoagulations-Indikationen (VHF, mechanische Klappe, Thrombo-Prophylaxe).
Empfehlungen
Bei zu niedrigem Wert
Erniedrigte Werte ohne Antikoagulation: Differenzialdiagnose Lebersynthese vs.
Vit-K-Mangel: Cholinesterase, Albumin, Bilirubin, GGT prüfen. Bei
Vit-K-Mangel-Verdacht: Ernährungsanamnese (grüne Blattgemüse, Natto,
fermentierte Lebensmittel), Antibiotika-Anamnese, Mikronährstoff-Status
Vit K2 MK-7. Bei Lebersynthese-Defizit hausärztliche / hepatologische
Abklärung.
Vit-K-Mangel: Cholinesterase, Albumin, Bilirubin, GGT prüfen. Bei
Vit-K-Mangel-Verdacht: Ernährungsanamnese (grüne Blattgemüse, Natto,
fermentierte Lebensmittel), Antibiotika-Anamnese, Mikronährstoff-Status
Vit K2 MK-7. Bei Lebersynthese-Defizit hausärztliche / hepatologische
Abklärung.
Bei zu hohem Wert
Erhöhte Werte: Hyperkoagulabilität klinisch meist nicht akut relevant; bei
Anamnese-Hinweisen auf Thrombose-Risiko (Familien-Anamnese, frühere
venöse Thrombose, ungeklärte Frühaborte) Thrombophilie-Screening durch
Hämatologen (Faktor-V-Leiden, Prothrombin-Mutation, Antiphospholipid-
Antikörper).
Anamnese-Hinweisen auf Thrombose-Risiko (Familien-Anamnese, frühere
venöse Thrombose, ungeklärte Frühaborte) Thrombophilie-Screening durch
Hämatologen (Faktor-V-Leiden, Prothrombin-Mutation, Antiphospholipid-
Antikörper).
Bereiche & Quellen
| Gruppe | Pressureproof-Optimalbereich | Stufen außerhalb des Optimums (bzw. Laborbereich) | Beleg und Laborreferenz |
|---|---|---|---|
| Alle | 76 bis 116 % | 60 bis 130 % |
2 geprüfte Quellen (DOI/PMID live gegen CrossRef bzw. PubMed aufgelöst).
- Evidence-Based Management of Anticoagulant Therapy
- Standardization of Prothrombin Time/International Normalized Ratio (PT/INR)
Empfehlungen sichtbar für Member, Performance & Executive
Die kuratierten Maßnahmen pro Marker (Mehr essen / Weniger essen / Supplements / Lifestyle / Verhalten) sind Teil der Pressureproof-Dashboard-Mitgliedschaft.
Jetzt Member werden →