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Kupfer

Kupfer ist essenzielles Spurenelement und Co-Faktor für Eisen-Stoffwechsel, Bindegewebs-Synthese und antioxidative Enzyme.

Einheit: µg/dl

Was ist das?

Kupfer ist ein Spurenelement und Baustein („Co-Faktor“) für über ein Dutzend wichtiger Enzyme, u. a. für den Zellschutz (Antioxidans-System), die Eisenverwertung, die Festigkeit von Bindegewebe und Gefäßen und den Aufbau von Botenstoffen. Besonders wichtig: Kupfer ist Pflicht-Begleitmarker bei jeder höheren Zink-Substitution, weil Zink die Aufnahme von Kupfer im Darm bremst. Das ist eine häufige, übersehene Mangel-Ursache. Nützlich ist das Verhältnis von Zink zu Kupfer.

Kupfer wird im Darm aufgenommen und in der Leber überwiegend an das Transport-Eiweiß Coeruloplasmin gebunden (rund 90 % des Blut-Kupfers). Es ist Baustein von: dem Zellschutz-Enzym SOD (Antioxidans), Coeruloplasmin (Eisenverwertung), Lysyl-Oxidase (Bindegewebs- und Gefäß-Festigkeit), Dopamin-β-Hydroxylase (Aufbau von Noradrenalin) und einem Enzym der Zellatmung. Zink, hochdosiertes Vitamin C und Pflanzenstoffe (Phytate) bremsen die Aufnahme.

Was bedeutet der Wert?

Kupfer ist Pflicht-Begleitmarker bei jeder längerfristigen, höher dosierten Zink-Substitution, denn Zink hemmt die Kupferaufnahme im Darm. Mangel führt zu Blutarmut (ähnlich Eisenmangel, aber Ferritin normal), Nervenkribbeln und -störungen, Bindegewebs-Schwäche und niedrigen Abwehrzellen. Bei der seltenen erblichen Kupferspeicher-Krankheit (Morbus Wilson) zeigt sich ein paradoxes Bild (niedriges Serum-Kupfer, niedriges Coeruloplasmin, hohes freies Kupfer).

Was beeinflusst den Wert?

  • Hochdosierte Zink-Ergänzung (bremst die Kupferaufnahme, häufigste Mangel-Ursache)
  • Hochdosiertes Vitamin C (bremst Aufnahme)
  • Östrogen (Pille/Hormonersatz/Schwangerschaft heben den Wert über Coeruloplasmin)
  • Akuter Infekt (hebt Coeruloplasmin und damit scheinbar das Kupfer)
  • Kupferrohre + saures Trinkwasser (können erhöhen)

Bereiche je Gruppe

  • Männer: Laborbereich: 52 bis 130 µg/dl
  • Frauen vor der Menopause: Laborbereich: 52 bis 220 µg/dl
  • Frauen nach der Menopause: Laborbereich: 52 bis 220 µg/dl

Mehr dazu im Deep-Dive-Magazin

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Fachinhalte werden vom medizinischen Beirat von Pressureproof geprüft. Allgemeine Information, keine Diagnose und keine Behandlungsempfehlung. Auffällige Werte und Beschwerden gehören in ärztliche Abklärung.

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