PSA
PSA (Prostata-spezifisches Antigen) ist der primäre Marker für die Prostata-Vorsorge bei Männern.
Einheit: µg/l
Was ist das?
PSA ist der wichtigste Vorsorge-Marker für die Prostata. Wichtig zu verstehen: PSA ist prostata-spezifisch, aber nicht krebs-spezifisch. Es steigt auch bei gutartiger Vergrößerung, Entzündung oder nach mechanischer Reizung (z. B. Radfahren, Sex kurz vorher). Deshalb zählt der Verlauf über die Zeit oft mehr als ein Einzelwert: Ein rascher Anstieg pro Jahr ist ein Warnsignal, das urologisch abgeklärt gehört. Pressureproof empfiehlt eine jährliche Messung ab 50 (früher bei familiärer Vorbelastung).
PSA ist ein Eiweiß (eine Protease), das fast nur von der Prostata gebildet wird. Seine natürliche Aufgabe ist es, das Ejakulat zu verflüssigen. Im Blut kommt es teils gebunden, teils frei vor. Das Verhältnis von freiem zu Gesamt-PSA hilft, gutartige von bösartigen Ursachen zu unterscheiden. Nach vollständiger Prostata-Entfernung sollte PSA unter die Nachweisgrenze fallen; tut es das nicht, besteht ein Rückfall-Verdacht.
Was bedeutet der Wert?
PSA ist erhöht bei: Prostatakrebs (Hauptgrund der Messung), gutartiger Vergrößerung (häufigste Ursache moderater Erhöhung), Entzündung (kann PSA um das 5- bis 10-fache heben) und nach mechanischer Reizung (Tastuntersuchung, Sex/Ejakulation 48 h vorher, Radfahren). Bei 5α-Reduktase-Hemmern (Finasterid/Dutasterid) halbiert sich PSA; der Wert wird für die Beurteilung verdoppelt. Das Verhältnis freies/Gesamt-PSA und die PSA-Dichte helfen im Zweifel weiter.
Was beeinflusst den Wert?
- Prostata-Größe und -Entzündung
- Mechanische Reizung (Radfahren, Sex/Ejakulation, Tastuntersuchung 48 h vorher)
- 5α-Reduktase-Hemmer (halbieren PSA, Wert verdoppeln)
- Alter (Normwerte steigen mit dem Alter)
Was ist das?
PSA (Kallikrein-3, KLK3) ist eine Serin-Protease aus dem Kallikrein-Gen-Cluster (Chromosom 19q13.4), die fast ausschließlich vom Prostata-Epithel sezerniert wird. Physiologische Funktion: Verflüssigung des Ejakulats durch Spaltung von Semenogelin I/II. PSA liegt im Blut überwiegend an α1-Antichymotrypsin und α2-Makroglobulin gebunden vor („komplexiertes PSA"), ein kleinerer Teil als freies PSA. Daher hat der Quotient freies PSA / Gesamt-PSA diagnostische Bedeutung im Karzinom-Differential. PSA-Halbwertszeit ~2-3 Tage; nach radikaler Prostatektomie sollte PSA innerhalb von 4-6 Wochen unter die Nachweisgrenze fallen, andernfalls Persistenz / Rezidiv-Verdacht.
Was bedeutet der Wert?
PSA ist Prostata-spezifisch (nicht Karzinom-spezifisch). Erhöht in: - Prostata-Karzinom (Hauptindikation der Bestimmung) - BPH (benigne Prostata-Hyperplasie, häufigste Ursache moderater Erhöhung) - Prostatitis (akut oder chronisch, kann PSA um Faktor 5-10 erhöhen) - Mechanische Manipulation (DRU, Sex / Ejakulation 48 h vor Test, Fahrrad-Fahren, Zystoskopie; Prostatabiopsie kann PSA für Wochen artefiziell erhöhen) - 5α-Reduktase-Inhibitor-Therapie (Finasterid/Dutasterid halbieren PSA, gemessenen Wert für Karzinom-Interpretation verdoppeln). Der Quotient freies PSA / Gesamt-PSA hilft im Differential: hohe Quotienten sprechen eher für BPH, niedrige eher für ein Karzinom (Catalona 1998); eine erhöhte PSA-Density (PSA / Prostata-Volumen) ist ein weiterer Risiko-Indikator.
