Vitamin K2-MK7
Vitamin K2 in der MK-7-Form ist ein fettlösliches Vitamin, das die Calcium-Verteilung steuert.
Einheit: ng/L
Was ist das?
Vitamin K2 sorgt dafür, dass Calcium dorthin gelangt, wo es hingehört, in Knochen und Zähne, und nicht in Gefäßwände oder Weichteile. Es aktiviert dafür bestimmte Eiweiße (eines schützt die Gefäße, eines baut Knochen auf). Praktisch wichtig: Wer Vitamin D3 einnimmt, sollte die K2-Versorgung mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen, weil sonst das zusätzliche Calcium in den Gefäßen landen kann. Einen Routine-Laborwert gibt es nicht; die Einordnung erfolgt ärztlich über die Gesamtsituation oder über einen Ersatzmarker.
Vitamin K aktiviert bestimmte Eiweiße, indem es ein Enzym unterstützt (die γ-Carboxylase). Aktiviert werden u. a. das gefäßschützende Matrix-Gla-Protein und das knochenaufbauende Osteocalcin (beide bevorzugen die Form MK-7) sowie die Gerinnungsfaktoren. Die Form MK-7 bleibt deutlich länger im Blut (Halbwertszeit rund 3 Tage) als andere Vitamin-K-Formen und erreicht Knochen und Gefäße besser.
Was bedeutet der Wert?
Studien zeigen: Ohne ausreichend K2 wird zugeführtes Vitamin D3 plus Calcium nicht in den Knochen, sondern in Gefäßwände und Weichteile eingelagert (Verkalkung). Deshalb sollte bei einer D3-Einnahme die K2-Versorgung mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden. Die Form MK-7 ist gegenüber anderen Formen bevorzugt (längere Wirkdauer, bessere Verfügbarkeit).
Was beeinflusst den Wert?
- Vitamin-D3-Substitution (macht K2-Begleitung nötig)
- Ernährung (fermentierte Lebensmittel, Natto, bestimmte Käse)
- Blutverdünnung mit Cumarinen (Wechselwirkung, siehe unten)
- Darmgesundheit (ein Teil wird von Darmbakterien gebildet)
Bereiche
Laborbereich: 130 bis 1470 ng/L
Für diesen Wert gibt es keinen belegten Pressureproof-Zielbereich; eingeordnet wird am Laborbereich.
Was ist das?
Vitamin K (Sammelbegriff für K1/Phyllochinon, K2/Menachinone MK-4 bis MK-13) wirkt als Co-Faktor der γ-Glutamyl-Carboxylase (GGCX). GGCX carboxyliert Glutamat-Reste in 17 Vitamin-K-abhängigen Proteinen, u. a. Prothrombin (Gerinnungs-Faktor II, primär K1-abhängig), Faktoren VII/IX/X, Protein C/S, Osteocalcin (BGP, Knochenaufbau, MK-7-affin), Matrix-Gla-Protein (MGP, Gefäß-Schutz, MK-7-affin), Periostin und Gas6. Aktivierte Carboxylase wird durch Vitamin-K-Epoxid-Reduktase (VKOR) regeneriert; das ist der exakte Angriffspunkt von Cumarin-Antikoagulanzien (Phenprocoumon, Warfarin). MK-7 zirkuliert Lipoprotein-gebunden, akkumuliert in extrahepatischen Geweben (Knochen, Gefäße), Halbwertszeit ~3 Tage.
Was bedeutet der Wert?
Schurgers 2007 (Blood) + Maresz 2015 (Integr Med) zeigen: Vitamin K2 ist essenziell für die Calcium-Lenkung im Körper. Ohne ausreichende K2-Versorgung wird supplementiertes Vitamin D3 + Calcium nicht in Knochen, sondern in Gefäßwände und Weichteile abgelegt (Kalzifikation der A. carotis und Koronarien, „Arterio-Sklerose“ als wörtliche Ablagerung von Calcium-Plaques). Bei Vitamin-D3-Substitution ist die K2-Versorgung ärztlich mitzubewerten. MK-7 ist gegenüber MK-4 und K1 (Phyllochinon) bevorzugt: Halbwertszeit ~3 Tage (vs. K1 1-2 Stunden), systemische Bioverfügbarkeit deutlich höher (Schurgers 2007).
Bereiche
Laborbereich: 130 bis 1470 ng/L
Für diesen Wert gibt es keinen belegten Pressureproof-Zielbereich; eingeordnet wird am Laborbereich.
