Marker-Detail
IGF-1
Wachstumshormon-Mediator: Bei niedrigen Werten Schlaf- und Trainings-Architektur, bei hohen Werten endokrinologische Abklärung.
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Was ist das?
IGF-1 ist das wichtigste Vermittler-Eiweiß des Wachstumshormons; die Leber bildet es unter dessen Anregung. Es überträgt die aufbauenden Wirkungen auf Muskeln, Knochen und Geweberegeneration und ist ein robuster Marker für die Wachstumshormon- Achse. Für High-Performer ist wichtig: IGF-1 ist zweischneidig. Moderate Werte unterstützen Muskelaufbau, Knochendichte und geistige Leistung; chronisch sehr hohe Werte hängen mit erhöhtem Krebsrisiko zusammen (Longevity-Zielkonflikt). Deshalb gilt: nicht maximieren, sondern ins mittlere Drittel bringen.
Das Wachstumshormon wird vor allem im Tiefschlaf ausgeschüttet und regt die Leber an, IGF-1 zu bilden. IGF-1 vermittelt dann die aufbauenden Effekte in den Geweben. Weil es über den Tag stabiler ist als das Wachstumshormon selbst, eignet es sich gut als Messgröße für die Achse.
Was bedeutet der Wert?
Niedrige IGF-1-Werte hängen mit Muskelabbau, Knochenschwund und Energie-Abfall zusammen; chronisch sehr hohe mit erhöhtem Krebsrisiko (Brust, Prostata, Darm) und in Extremfällen mit einer Wachstumshormon-Überproduktion (Akromegalie). Der Wert wird immer alters- und geschlechtsangepasst bewertet.
Einordnung: Pressureproof-Optimum vs. Laborbereich
Pressureproof-Optimum
Männer 200,5 bis 292,5 ng/ml
Frauen vor der Menopause 200,5 bis 292,5 ng/ml
Frauen nach der Menopause 200,5 bis 292,5 ng/ml
Standard-Laborbereich
Männer 120 bis 350 ng/ml
Frauen vor der Menopause 120 bis 350 ng/ml
Frauen nach der Menopause 120 bis 350 ng/ml
Hinweis Maßgeblich ist der Bereich deines Labors. Mit deinem Konto zeigen wir den Bereich für dich.
Was beeinflusst den Wert?
- Schlaf (Wachstumshormon wird im Tiefschlaf gebildet; Schlafmangel senkt IGF-1)
- Krafttraining (hebt moderat)
- Eiweißzufuhr / Aminosäuren
- Insulin-Empfindlichkeit
- Alter (sinkt ~14 % pro Jahrzehnt ab 30)
- Wachstumshormon-Gabe oder Überproduktion (krankhaft erhöht)
Empfehlungen
Bei zu niedrigem Wert
IGF-1 im unteren Drittel mit Symptomen (Muskelabbau, niedrige Knochendichte, Energie-Abfall):
Das kannst du selbst angehen:
- Schlaf optimieren (Tiefschlaf entscheidend: 7 bis 9 h, feste Zeiten, dunkles Zimmer); Eiweiß 1,6 bis 2,2 g pro kg Körpergewicht und Tag auf 3 bis 4 Mahlzeiten; Krafttraining 2 bis 3×/Woche mit Grundübungen.
Das solltest du ärztlich abklären lassen:
- Bei sehr niedrigen Werten plus Hinweisen auf Wachstumshormon-Mangel: endokrinologische Bewertung mit Stimulationstest. Eine Wachstumshormon-Gabe gehört strikt in ärztliche Hand.
Das kannst du selbst angehen:
- Schlaf optimieren (Tiefschlaf entscheidend: 7 bis 9 h, feste Zeiten, dunkles Zimmer); Eiweiß 1,6 bis 2,2 g pro kg Körpergewicht und Tag auf 3 bis 4 Mahlzeiten; Krafttraining 2 bis 3×/Woche mit Grundübungen.
Das solltest du ärztlich abklären lassen:
- Bei sehr niedrigen Werten plus Hinweisen auf Wachstumshormon-Mangel: endokrinologische Bewertung mit Stimulationstest. Eine Wachstumshormon-Gabe gehört strikt in ärztliche Hand.
Bei zu hohem Wert
IGF-1 im oberen Drittel ohne Gabe:
Das solltest du ärztlich abklären lassen:
- TSH, Prolaktin, Wachstumshormon prüfen (Akromegalie-Abklärung bei sehr hohen Werten). Bei Krebs-Vorgeschichte plus sehr hohem IGF-1: onkologische/endokrinologische Diskussion.
Das kannst du selbst angehen:
- Fasten-/Kalorienrestriktions-Protokolle können IGF-1 senken (Studienlage).
Das solltest du ärztlich abklären lassen:
- TSH, Prolaktin, Wachstumshormon prüfen (Akromegalie-Abklärung bei sehr hohen Werten). Bei Krebs-Vorgeschichte plus sehr hohem IGF-1: onkologische/endokrinologische Diskussion.
Das kannst du selbst angehen:
- Fasten-/Kalorienrestriktions-Protokolle können IGF-1 senken (Studienlage).
Ärztlich abklären, wenn
IGF-1 deutlich über dem altersbezogenen Referenzbereich: endokrinologisch (Akromegalie-Screening). Deutlich unter dem Alters-Median + Symptome: Wachstumshormon-Diagnostik. Bei Krebs-Vorgeschichte und sehr hohen Werten: onkologisch.
Bereiche & Quellen
| Gruppe | Pressureproof-Optimalbereich | Stufen außerhalb des Optimums (bzw. Laborbereich) | Beleg und Laborreferenz |
|---|---|---|---|
| Frauen | relativ 35–75 % des Laborbereichs | Bidlingmaier 2014 JCEM (DOI 10.1210/jc.2013-3059): alters- und geschlechtsspezifische Referenz; Burgers 2011 JCEM: U-förmige Mortalität (Referenzintervall (akkreditiertes Labor)) | |
| Männer | relativ 35–75 % des Laborbereichs | Bidlingmaier 2014 JCEM (DOI 10.1210/jc.2013-3059): alters- und geschlechtsspezifische Referenz; Burgers 2011 JCEM: U-förmige Mortalität (Referenzintervall (akkreditiertes Labor)) |
5 geprüfte Quellen (DOI/PMID live gegen CrossRef bzw. PubMed aufgelöst).
- Reference Intervals for Insulin-like Growth Factor-1 (IGF-I) From Birth to SenesDOI 10.1210/jc.2013-3059 ✓ geprüft (DOI CrossRef)
- IMMULITE® 2000 age and sex-specific reference intervals for alpha fetoprotein, homocysteine, insulin, insulin-like growth factor-1, insulin-like growth factor binding protein-3, C-peptide, immunoglobulin E and intact parathyroid hormoneDOI 10.1016/j.clinbiochem.2008.04.025 · PubMed 18503765 ✓ geprüft (DOI CrossRef + PubMed) am 07.10.2026
- Proposed reference intervals of serum insulin-like growth factor-1 (IGF-1) levels in older Japanese populations
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